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  Aktuelles von BMW und Fürsti - das Tarnnetz fällt   02.12.2011

Aktuelle Pressemeldungen aus München zeigen, dass sich bewahrheitet was wir immer gesagt haben: Zum einen wird sich BMW schwer tun mit der Erfüllung der Umweltauflagen des naturgeschützten Flugplatzgeländes, zum anderen ist BMW endgültig als die maßgebliche Kraft hinter der Schließung des Flugplatzes Fürsti entlarvt.

So titelt der Münchner Merkur vom 05.11.2011: "Naturschützer bremsen BMW-Pläne aus." Der Vorsitzende des Bund Naturschutz in Bayern Hubert Weiger wird zitiert, dass er keine zwingenden Gründe eines übergeordneten öffentlichen Interesses sieht, warum das FFH-Naturschutzgebiet in Fürsti zerstört und 30 km entfernt ins viel kleinere Mallertshofener Holz umgesiedelt werden müsste, sondern nur kommerzielle Interessen. Maisachs Bürgermeister Seidl erntete demnach von den Umweltschützern Gelächter, als er vom Nutzen des BMW-Fahrertrainings für Fahranfänger und damit der Allgemeinheit sprach.

Dann wird Maisachs Bürgermeister Seidl wörtlich zitiert: "Ohne BMW hätte es eine Verhinderung der Zivilfliegerei nicht gegeben".

In der Süddeutschen Zeitung vom 11.11.2011 (kein Faschingsscherz!) ist nachzulesen, dass es sich "bei dem Maisacher Konzept um eine Verhinderungsplanung handelt. Die jahrelangen Bemühungen der Staatsregierung auf dem begehrten Areal einen Flugplatz für zivile Kleinflugzeuge zu installieren, waren letztlich nur mit einem Gegenkonzept zu stoppen, dessen zentraler Punkt immer BMW war."

In der Süddeutschen ist auch zu lesen, dass BMW unmittelbar vor dem Kauf einer rund 130 Hektar großen Fläche des ehemaligen Luftwaffen-Flugplatzes steht. Für die Gemeinde Maisach wäre der Verkauf der Durchbruch bei der Umsetzung ihres Nutzungskonzepts. Spannend sind die jetzt veröffentlichten Details zur BMW-Nutzung: Denn BMW beabsichtigt an sieben Tagen in der Woche täglich bis zu 140 Kursteilnehmer mit Motorrädern und PKW zu schulen. Die Betriebszeit beginnt um 6 Uhr und endet um 23 Uhr. So manch braver Bürger, der sich über die Schließung des als Lärmmonster dämonisierten Flugplatzes Fürsti gefreut und den Politikern zugejubelt hat, wird sich jetzt angesichts dieser Zahlen sicherlich die Augen reiben und sich fragen, ob er denn verschaukelt worden und vom Regen in die Traufe gekommen ist. Denn der Flugplatz Fürsti hätte im Durchschnitt nur 109 Flugbewegungen pro Tag (40.000 maximal pro Jahr) durchführen dürfen, jede einzelne wäre nur für einige Sekunden hörbar gewesen, und das zwischen 7 und 22 Uhr. Die Erfüllung der strengen Umweltauflagen war deshalb für den Flugplatz auch völlig unproblematisch. Vielleicht bekommen die Lokalpolitik und BMW noch was von den Flugplatzanwohnern zu hören, wenn sie denn erst in den Genuss der Dauerbeschallung mit 140 BMW-Kursteilnehmern pro Tag kommen.

Sie haben noch Fragen? Falls ja, die beantwortet BMW sicherlich gerne: kundenbetreuung@bmw.de



 

 
         
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