Das Ausscheiden der IHK ist zwar sehr bedauerlich, aber sie hat das Projekt Flugplatz Fürstenfeldbruck in den zurückliegenden 15 Jahren seit Gründung der FFB GmbH vorbildlich und engagiert unterstützt, wofür wir uns herzlich bedanken. Erfreulich ist die Position der IHK, dass sie zwar ihr gesellschaftsrechtliches Engagement für beendet erklärt hat, ihre grundsätzliche Unterstützung jedoch nicht aufgeben will.Für die FFB GmbH heißt es jetzt die Gesellschaft umzustrukturieren und sich auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten, um den Flugplatz endlich trotz aller Schwierigkeiten doch noch einer zivilen Nutzung zuzuführen.
Neben den juristischen und politischen Problemen gilt es kurzfristig die Finanzierung der FFB GmbH zu sichern. Der Münchner Flughafen hat bislang das Betriebskostendefizit der FFB GmbH ausgeglichen, da er von der Betriebspflicht für Flugzeuge nach VFR unter 2 t MTOW befreit ist. Dafür hat er Fürsty als Alternativstandort in der Münchner Region gefördert. Diese Unterstützung des Flughafens wurde jetzt eingestellt, denn der Freistaat Bayern ist Mehrheitsgesellschafter. Dass die FFB GmbH angesichts der Einschränkungen bei den Betriebszeiten am Wochenende und der vielen anderen Restriktionen derzeit nicht kostendeckend betrieben werden kann ist klar. Deshalb hat derzeit die Sicherstellung der Liquidität der FFB GmbH höchste Priorität. Kann sie nicht gewährleistet werden, können die bevorstehenden Gerichtsverfahren nicht mehr bestritten werden.
Wir brauchen deshalb Ihre Unterstützung:
- In Phase 1 brauchen wir kurzfristig finanzielle Mittel um die Liquidität der FFB GmbH bis zum Herbst 2010 sicherstellen zu können. Zusagen über 50% der benötigten Summe haben wir. Sobald wir auch den Restbetrag eingesammelt haben, können wir in die nächste Phase übergehen.
- Für Phase 2 werden Langfristinvestoren gesucht, die den Flugplatz nach einer erstrittenen Flugplatzgenehmigung mit ca. 1 - 2 Millionen Euro dauerhaft sichern und entwickeln. Eine Option ist auch eine Genossenschaft der Flugplatznutzer zu gründen.
- Idealerweise können wir die Phasen 1 und 2 kombinieren, wenn wir bald einen Investor finden, der mit Risikokapital in die FFB GmbH einsteigt.
Wenn auch Sie den Flugplatz finanziell unterstützen wollen, bitte melden Sie sich bei der AOPA oder der FFB GmbH um Details zu besprechen.
Wenn Sie einfach nur schnell handeln wollen, hier ist die Bankverbindung der AOPA:
Sparkasse Langen-Seligenstadt
BLZ: 506 521 24
Konto-Nr.: 330 021 48
Ein voller Verlust einer solchen Zahlung ist möglich, überschüssiges Geld erstatten wir aber selbstverständlich wieder zurück. Möglich ist es auch, bereitgestellte Darlehen als Guthaben auf Landegebühren und sonstige Flugplatzdienstleistungen in künftigen Jahren wieder zurückzuzahlen. Wenn der Flugplatz gesichert wird, erwarten wir von einem Investor die Rückzahlung der kurzfristig gegebenen Darlehen.
Es geht nicht nur um den Flugplatz Fürstenfeldbruck. Gestern wurde Tempelhof geschlossen, heute ist „Fürsty" akut bedroht. Andere Flugplätze sind ebenfalls in Schwierigkeiten, es gilt für unsere Branche ein Zeichen des erfolgreichen Widerstands zu setzen, das Fortlaufen des Dominoeffekts zu verhindern. Wenn ein Flugplatz schließt, wird er nie wieder geöffnet. Und ohne Flugplätze gibt es keine Allgemeine Luftfahrt.