Der Bayerische Landtag änderte mit ungeahnter Geschwindigkeit und breiter Mehrheit den Landesentwicklungsplan noch in der Woche vor Weihnachten ab. Das Ziel den bisherigen Militärflughafen Fürstenfeldbruck zu einem Verkehrslandeplatz für die Allgemeine Luftfahrt zu entwicklen wurde gestrichen, somit wird der Weg bereitet für die Pläne der Gemeinde Maisach und von BMW, auf dem bisherigen Flugplatzarreal eine Strecke für Fahrsicherheitstrainings und Testfahrten einzurichten.Wenige Tage später erhielten wir die Nachricht von der geplanten Entwidmung des Flughafens durch das Bundesverteidigungsministerium. Unter einem CSU-Bundesminister zu Guttenberg arbeitet man der bayerischen Landespolitik zügig zu. Zum 31.1.2010 soll der Flugplatz entwidmet werden, was das „Aus" für den Flugbetrieb in Fürsti bedeuten würde, da dann der Militärflughafen ohne vorliegende zivile Flugplatzgenehmigung nur noch eine große Wiese mit einer Asphaltfläche in der Mitte ist.
In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar wurde zudem ein Brandanschlag auf alle acht noch in Fürsti stationierten Flugzeuge verübt. Unbekannte drangen in die Hangars auf dem Flugplatzareal ein, öffneten die Tankdeckel der dort abgestellten Flugzeuge und zündeten Lunten an. Ein Flugzeug wurde durch das entstehende Feuer total zerstört, die übrigen sieben unterschiedlich stark beschädigt. Die Polizei ermittelt, aber bislang ohne Erfolg.
Die AOPA-Germany ist nach 15 Jahren Einsatz für diesen Flugplatz ausgesprochen enttäuscht und deprimiert über diese Entwicklung. Am 19. Januar werden sich die Gesellschafter der Fürsti-Betreibergesellschaft (das sind der Fliegerclub München, die IHK-München und die AOPA-Germany) treffen und über die weitere Vorgehensweise entscheiden.
Aber es sieht sehr schlecht für Fürsti aus, es wird wohl keinen Verkehrslandeplatz für die Allgemeine Luftfahrt in der Münchner Region geben.